Asfalto - Kalter Asphalt - Seite 2

Mit ASFALTO stellt der spanische Absolvent des film department der New York University sein neues Werk vor, das in seiner Radikalität typisch für den "jungen Wilden des iberischen Kinos" ist. Asfalto ist eine Love Story der Extreme, in deren Zentrum Lucia (Najwa Nimri) und ihre beiden Freunde Chino (Gustavo Salmön) und Charly Juan Diego Botto) stehen. Gelangweilt von ihrem tristen Dasein im Madrider Großstadtslum, träumen sie von einem aufregenden Leben als Kriminelle. Zur Erfüllung dieses Traumes ist ihnen jedes Mittel recht-sogar Lug und Betrug untereinander. Denn nur im Angesicht der Gefahr, im moralischen Niemandsland können sie noch Emotionen empfinden. "Die Welt, in der wir leben, ist wahrscheinlich so entmenschlicht und schnelllebig", erläutert Calparsoso, "dass die Suche nach und das Finden der Liebe allein schon reicht, um alle anderen moralischen Bedenken zu eliminieren." (Moving Pictures)

Asfalto

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"Die Story, das Ambiente, die Dialoge sowie die stürmische und leidenschaftliche, ungewöhnliche Dreiecksbeziehung zwischen zwei straffälligen Männern und einer mit Eierstöcken ausgestatteten Frau, die Gefühle der Liebe, Freundschaft und Hass, die sie für einander empfinden, die Katharsis ihrer widersprüchlichen und nachvollziehbaren Empfindungen und die hoch spannenden Sequenzen, all das reißt einen während der gesamten Filmlänge mit." (Carlos Boyero)

Ein dunkles Großstadtabenteuer - es erzählt von Lucia, die sich als Lebenskünstlerin versteht, und zwei gleichaltrigen jungen Männern, Charly und Chino. Es ist eine Dreiecksgeschichte. Alle drei stammen aus der Mittelschicht: drei gelangweilte, chancenlose Jugendliche, die in der Kriminalität ein authentisches Lebensgefühl entdecken, das ihnen mehr Kicks gibt, als eine geordnete berufliche Karriere es jemals könnte. Daß sie dabei zu Außenseitern werden, stört sie nicht. Selbstbewußt finden sie einen Ausdruck für das, als was sie sich fühlen: Euro-Trash. Gemeinsam begehen sie Straftaten, die nicht gerade aufsehenerregend sind, es sind die Delikte von Träumern. Bis eines ihrer Verbrechen sie jäh auseinanderreißt - und gleichzeitig noch enger zusammenschweißt: Charly, der geschnappt wird muß für drei Jahre in Gefängnis. China und Lucia entwickeln sich in dieser Zeit zu einem seltsamen Gaunerpärchen: Sie wird Dealerin, er Polizist. Als Charly aus der Haft freikommt, läßt er sich unter dem Einfluß Lucias erneut in kriminelle Machenschaften verwickeln. Chino bringt das in einen Gewissenskonflikt: Entweder verfolgt er die Straftaten seiner Freunde, oder er muß den Dienst quittieren... (Intern. Filmtestspiele Berlin)

"Calparsoro ist der junge Wilde im spanischen Kino, der sehr radikal mit der Darstellung der Figuren und der Plots umgeht, die er auch selbst schreibt. Er ist sehr spanisch im Sinne von schwarz und hat eine Härte, die fasziniert." Daniel Calparsoro, der bereits vor fünf Jahren im Panorama seinen Debütfilm "Sprung ins Nichts" präsentierte, hat sein viertes Werk "Asfalto" in den Drogen-Untergründen von Barcelona und Madrid angesiedelt. "Es geht darum, dass sich die Leute kaputtmachen, obwohl sie versuchen, nach vorne zu kommen." (Filmecho)

Zum ersten Mal siedelt Calparsoro eine Geschichte ausserhalb des Baskenlandes an. ASFALTO spielt in einem kalten menschenfeindlichen Madrid und erzählt von der Liebe zwischen der lebenshungrigen Lucia (Najwa Nimri) und ihren Freunden Chino (Gustavo Salmeron) und Chady (Juan Diego Botto), zwei Tagediebe im täglichen Kleinkrieg gegen die Metropole. In ihrer eigenen Liebesgeschichte fühlen sich die drei von der Stadt verraten, sie hassen das Leben, das sie führen müssen - in einem Umfeld, das sie selbst als "Euromierda" (Euroscheisse) bezeichnen. Gemeinsam durchlebt das Trio Grenzsituationen, betrügt sich gegenseitig - immer ist einer zuviel, immer einer der leidende Dritte. Aber diese sprunghafte Dreiecksbeziehung, die Liebe, die Gemeinschaft, gibt ihnen die Kraft der menschlichen Leere der Großstadt etwas eigenes entgegenzusetzen. (Fokus)

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