FRUEHE WERKE - Seite 2

Unter Polizeiaufsicht schneidet man Jugoslawas Freunden die langen Haare ab. Sie sollen erniedrigt werden. Statt Einsicht bei den Bauern zu wecken, ernten sie Prügel und Ablehnung






Leidenschaftlich küßt Jugoslawa ihren Freund.
Für sie ist die sexuelle Emanzipation ein wesentlicher Bestandteil der revolutionären Selbstbefreiung, zu der sie alle ermutigen will.






(...) Statt einer linearen Handlung zu folgen, bleibt der Film episodisch, schildert Begegnungen zwischen den Revolutionären und der Bevölkerung. Er zeigt surreale Momente, springt zwischen banal anmutenden Dialogen und Szenen, in denen die Darsteller quasi aus politischen Pamphleten vortragen, hin und her. "Frühe Werke" ist vor allem als Zeitdokument interessant, da er eingängig die Zeit nach den Studentenprotesten 1968 schildert, als sich der Widerspruch zwischen kommunistischer Theorie und demokratischer Praxis immer deutlicher offenbarte.
Michael Meyns, Zitty, 2/2001
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