Tempo - Seite 2

"Sehr komisch, darüber hinaus aber auch ein äußerst vitales Stück authentischer Lebenskultur ist "Tempo" des Österreichers Stefan Ruzowitzky (geb. 1961), eine Art "Rave-Film", der für die 90er Jahre das sein könnte, was Jean-Jacques Beineix' Kult-Krimi "Diva" für die frühen 80er war. Tempo ist in der Tat das Programm des Films, der von den rasanten Botenfahrten des knapp 18jährigen Fahrradboten Jojo in Wien erzählt. Jojo will als typischer Vertreter seiner Generation "alles und zwar sofort", liebt den schnellen Beat der Techno-Musik, die ihm nicht zuletzt der Lebensimpuls für seine überbordenden Fantasien ist. Blitzschnell spinnt er sich ausgeflippte Geschichten zu seinen alltäglichen Botenaufträgen zurecht, bis er fatalerweise Fantasie und Wirklichkeit nicht mehr zu trennen vermag und in eine handfeste Crime-Story um Dealer, Drogen und minderjährige Abhängige gerät. "Tempo" fängt facettenreich Stimmungen des Jungseins ein:

Tempo

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Geschwindigkeit, Mobilität, ein wenig Anarcho-Freiheit sowie satirische Frechheit werden von der storboskopartig auf- und abblendenden, stets sehr agilen Kamera rhythmisch und präzise eingefangen, wobei am Ende des ausgelassenen, gewiß nicht immer perfekt zündenden Spiels fast schon etwas wie eine Moral aufblitzt: Jojos "coole" Tagträume bzw. Traumtage hinterlassen Blessuren, aber auch manche (Selbst-) Erkenntnis."

"Der österreichische Video- und Werbefilmer Stefan Ruzowitzky schickt in seinem ersten Spielfilm den Fahrradkurier Jojo im Techno-Rhythmus durch die Straßen Wiens. Der 18jährige versüßt sich seine eintönigen Touren durch Phantasien, die schließlich Wirklichkeit werden: Er wird als Drogenkurier mißbraucht, schläft das erste Mal mit einer Frau, gerät mit der Polizei in Konflikt. - Schnelle Schnitte und Clip-Ästhetik machen "Tempo" zum Tip für für die entsprechende Szene." (Rhein-Zeitung)

 

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